Mittwoch, 24. November 2021

WFRP Deutsch - Kampfbeispiel: Monster

Der Artikel richtet sich an Spielleiter, und enthält ein paar kleine Spoiler.

Viele Spielleiter, mich angeschlossen, sind schon in dieselbe Falle getappt. Man nimmt ein Monster aus dem Bestiarium, wirft es den Spielern entgegen und wundert sich, dass es im nu besiegt ist, ohne größere Schwierigkeiten. Sicherlich ist es für die Spieler auch mal schön, einen Kampf total zu dominieren, aber das wird auf Dauer ganz schnell langweilig. Herausforderungen sind wichtig! Ich werde mich daher in den folgenden drei Artikeln mal eingehend mit dem Bestiarium beschäftigen. Ich vermische hier Informationen aus Andy Laws Blog (WFRP Entwickler) und meinen eigenen Erfahrungen und Beobachungen.

Folgende Artikel plane ich: 

  • Vorgefertigte Monster richtig einsetzen
  • Eigene Monster bauen
  • Schwächen und Hürden des Systems und wie ich versuche, sie auszubügeln

Phantastische Tierwesen und wie man sie richtig einsetzt

Im ersten Artikel der Reihe geht es also ein vorgefertigtes Monster aus einem Kauf-Abenteuer: den  "Teufelsschrecken" aus dem Einsteigerset.

Wenn Du Dich mit den WFRP Kampfregeln noch nicht so gut auskennst und zum Beispiel nicht weißt, wie Vorteil gehandhabt wird, lies besser erst diese Artikel:

Mein wichtigster Tipp, der wahrscheinlich nicht für jeden total neu ist, wäre: Verstehe die Kreatureneigenschaften und wende sie so gut es geht an. Gerade große Einzelmonster ziehen ihre Bedrohlichkeit meist aus den ganzen Kreatureneigenschaften. Wenn ich so einen wichtigen ("End")-Kampf vorbereite, mache ich mir für das Monster gerne ein eigenes Cheat-Sheet, welches die Regeln dafür enthält. Hier zum Beispiel mein Sheet für den Teufelsschrecken. Ich lege das Word-Dokument und die Schriftart bei, damit du dir deine eigenen Sheets bauen kannst. Zögere nicht, mich bei Facebook oder Discord anzuschreiben, dann bauen wir eine Sammlung auf. Lade Dir den Spickzettel am besten jetzt herunter, ich gehe nun darauf ein:

Die reinen Spielwerte des Trolls lesen sich erstmal nicht so krass. KG40 - na ja, viele Spielercharaktere werden mehr haben. Gut, die Lebenspunkte sind ne Menge. Besonders, wenn man bedenkt, dass dank Widerstandsbonus und Rüstung jedes mal 6 Punkte vom Schaden abgezogen werden. Zäh ist er also. Wenn man nun aber bedenkt, dass das Vieh jede Runde 1W10 LP regeneriert (Regeneration), bei einer 10 sogar einen kritischen Treffer, dass kritische Treffer keine Auswirkungen haben (Schmerzfrei) und dass er sogar 4 Runden nach seinem Tod eine 45% Chance hat, mit 1 LP wieder aufzustehen (Nicht totzukriegen), dann wird das schon heftiger. 

Auf dem Spickzettel habe ich auf der Rückseite (Seite 2) die ganzen Kreatureneigenschaften aufgelistet, plus die Effekte seiner Größe. Auf der Vorderseite finden sich neben den Spielwerten Felder um die Lebenspunkte abzustreichen

Kampfbeispiel

Ich male hier mal das absolute Worst-Case Szenario für die Spieler, um zu verdeutlichen, wo das Biest seine Stärke hernimmt:

Es ist Nacht in Übersreik. Der Teufelsschrecken lauert im Wasser, nahe des Kais. Seine bösen Augen beobachten das Geschehen am Ufer. Er ist alt und schlau, schlauer als durchschnittliche Artgenossen. Es ist wie ausgestorben in Teubrücke, nur die eine Gruppe von vier Abenteurern ist vor Ort und sucht nach Spuren. Die Gruppe besteht aus einer Stadtwächterin, einem zwergischen Technicus, einem Halbling-Straßenkünstler und einem Scharlatan. Sie bleiben dicht beieinander. Eine einzelne Öllaterne in der Nähe wirft ein schummriges Licht. Nebel zieht vom Teufel hoch ans Ufer. Perfekte Jagdbedingungen. Das Herz des Trolls schlägt schneller. Noch kurz den Letzen vorbeilaufen lassen... jetzt!

Der SL lässt die Gruppe einen sehr schweren (-30) Wahrnehmungs-Wurf würfeln. Der Zwerg und der Halbling würfeln dank der Nachtsicht nur mit -10. Der Troll ist im Wasser direkt neben ihnen nicht zu entdecken. Es ist neblig, dunkel und das Biest fast vollständig unter Wasser. Nur der Halbling schafft seinen Wurf. 

Der Troll schießt aus dem Wasser. Beginn Kampfrunde, Initiative wird gewürfelt. Da keiner die Wahrnehmungsprobe geschafft hat, ist die Gruppe überrascht. 

Außerdem muss die Gruppe sofort Gegen Angst (1), der Halbling gegen Entsetzen (2) würfeln, auf Grund der Größe des Biests.

Da der Teufelsschrecken wahrscheinlich die schlechteste Initiative hat, gewährt im dies quasi einen freien Angriff, da die Gruppe wegen des Überrascht-Zustandes einmal aussetzen muss. Danach sind erstmal alle Gruppenmitglieder dran.

Er macht einen Sturmangriff auf den ihm nächsten Charakter, eine menschliche Stadtwächterin mit seinem KG +40, plus 10 vom Vorteil aus dem Sturmangriff +20 weil seine Gegnerin überrascht ist. Die Verteidigerin verfügt über Nahkampf (Standard) 50 und Ausweichen 40. Glücklicherweise trug sie ihre Waffe bereits in der Hand, allerdings erhält sie beim Parieren gegen große Gegner einen Abzug von -2 EG (S. 340). Sie entscheidet sich daher fürs Ausweichen. Sagen wir sie würfelt eine 45 (= +1 EG), der Troll hat bei seinem Angriff eine 56 gewürfelt (= +2 EG) und trifft somit mit 1 EG (Vorteil steigt auf 2). Schadensberechnung: Sein Waffengrundschaden ist 9. Hinzuaddiert würden normalerweise die EG, da er eine Stufe größer ist, erhält seine Waffe aber die Eigenschaft "Verwundend", was ihm erlaubt, statt der EG die Einerstelle aus seinem Würfelwurf von 56 zu verwenden, also 6. Macht 14 Schaden. Trefferzone ist 65, also Körper. Abzüglich Rüstung und WiB sind das 10 Schaden. Autsch. Dann ist die Runde des Trolls ja jetzt vorbei, richtig? 



Todesstoß

Aufgrund seiner Größe kommt die Todesstoß-Regel zum Tragen (S. 340, S. 160). Dank KG-Bonus 4 sogar bis zu vier Mal. 😱

Er schiebt die Verteidigerin weg, rückt an ihren Platz und greift den zwergischen Technicus-Student neben ihr an. Dieser verfügt über KG 55 und Ausweichen 25 und entscheidet sich daher fürs Parieren. Der Troll ist inzwischen bei KG80 (KG 40 + Vorteil 2 + 20 wg. Überrascht) und würfelt eine 82 (-0 EG). Der Zwerg pariert und würfelt eine 43 (+1 EG), da ihm aber 2 EG fürs Parieren gegen größere Gegner abgezogen werden, landet er bei -1 EG. Der Troll trifft wieder mit +1 EG (Vorteil steigt auf 3), macht 11 Schaden (Waffe 9 plus Einerstelle von 82), der Zwerg wird am rechten Arm getroffen (28) und muss sich 5 Punkte abziehen. 

Der Teufelsschrecken schiebt den Zwerg beiseite und greift den nächsten an, einen Halbling-Straßenkünstler. Dieser würde aufs Parieren sogar -4 EG kriegen und entscheidet sich fürs Ausweichen mit einem Wert von 53. Der Troll schlägt zu mit KG 90 und würfelt eine 43. Was +5 EG bedeutet - Der Halbling weicht aus: 23 - nicht schlecht, 3 EG, reicht nur leider nicht. Der Teufelsschrecken trifft mit +2 EG (Vorteil steigt auf 4). Dadurch dass er zwei Stufen größer ist als der Halbling, ist seine Waffe nicht verwundend, sondern Wuchtig, er darf die Einerstelle also zu den EG dazu addieren, anstatt sich für eins zu entscheiden. Waffengrundschaden 9 plus 2 EG plus die 3 aus der 43 sind 14 Schaden. Allerdings: Alle von einer größeren Kreatur angerichteten Schäden werden mit der Anzahl der Stufen multipliziert, um die sie größer ist (also x2 bei zwei Stufen, ×3 bei drei Stufen usw.); dieser Multiplikator kommt nach allen anderen Modifikatoren zur Anwendung. Ergibt 28 Schaden. Der Straßenkünstler geht zu Boden.


Der letzte Spielercharakter, ein menschlicher Scharlatan steht zu weit weg, so dass der Troll nicht an ihn rankommt. 

Freie Attacken

Also dreht dieser sich auf dem Absatz herum und greift den Zwerg an, mit einer seiner freien Attacken, einem Biss (+8). Dafür muss er nur einen Vorteil ausgeben (Vorteil sinkt auf 3). Der Zwerg ist nun nicht mehr überrascht, da er bereits attackiert wurde. Der Troll würfelt also mit KG70 (KG 40 + Vorteil 3) eine 67 (+1 EG), der Zwerg pariert wieder mit einer 32, nach Abzug von -2 EG sind das +0. Wieder getroffen  (Vorteil steigt wieder auf 4): Schadensberechnung: Biss 8 plus 7 aus der 67 macht 15 Schaden auf den Körper, abzüglich 6 (WiB + Rüstung) bleiben 9. Der Zwerg steht noch, ist aber fast auf 0 LP. Der Troll setzt nach, bei ihm läufts grade: Er führt eine Niedertrampeln Attacke gegen den Zwerg aus, auch diese Kreatureneigenschaft erhält er wegen seiner Größe. 

Und ja, jede Kreatureneigenschaft, die eine freie Attacke liefert, kann pro Zug einmal eingesetzt werden. Andy Law hat dies in der inoffiziellen FAQ bestätigt. Beim Troll also Biss & Niedertrampeln. Wenn die Kreatur z.B. Biss, Klaue, Niedertrampeln hat, sind das 3 freie Attacken pro Zug, vorausgesetzt es ist Vorteil da

Der Teufelsschrecken gibt also wieder einen Punkt Vorteil aus (Vorteil sinkt auf 3), wieder KG70 (KG 40 + Vorteil 3), würfelt eine 32, +4 EG. Der Arme Zwerg pariert wieder, eine 13, 4 EG, Minus die zwei  fürs Parieren gegen größere bleiben +2 EG. Der Troll gewinnt mit +2 EG (Vorteil steigt wieder auf 4). Das macht 7 Punkte Schaden auf den rechten Arm (ST-Bonus 5 + EG). Der Zwerg steht noch. 

Der Troll hat aber noch ein letztes Ass im Ärmel. Er kotzt. 


Er kotzt die Stadtwächterin hinter dem Zwerg an. Dafür gibt er 3 Vorteile aus (Vorteil sinkt auf 1) "Alle Ziele innerhalb von zwei Metern zum Hauptziel werden ebenfalls getroffen" - so auch der Zwerg. Er würfelt gegen seine BF von 65, (BF 15 plus 10 wg. Vorteil 1 plus 40 wg. der Entfernung) und würfelt eine 60. Also 1 EG. Die Stadtwächterin würfelt mit Ausweichen 40 dagegen, eine 21, 2 EG. Sie kann zur Seite hüpfen. Der Zwerg würfelt eine 56 gegen seine Ausweichen 25, -3 EG, er wird mit Trollkotze überzogen. Er erhält nochmals 9 Punkte Schaden (Kotze: WiB + 4 + EG), einen Betäubt-Zustand, seine LP erreichen die 0 und als Folge geht er zu Boden und würfelt auf der kritische Treffer Tabelle. Außerdem erleidet seine Rüstung 1 Schaden. 

Der Troll ist mit seinem ersten Zug fertig. Bilanz: zwei Spielercharaktere Niedergestreckt, einer verletzt. Nun beginnt die zweite Runde. 

Die beiden verbliebenen Menschen erhalten natürlich entsprechende Abzüge von -20 auf Nahkampf und -30 auf Fernkampf, da sie keine Nachtsicht haben. Der Kampf ist eigentlich nicht mehr zu gewinnen. 

Resümee

In diesem Beispiel habe ich wie Anfangs angekündigt den Worst Case gezeichnet. Der Troll hatte das Überraschungsmoment UND hat jede Probe gewonnen. Dies habe ich angenommen, um einmal zu demonstrieren, welches Potential in all den Kreatureneigenschaften steckt. 

Ein viel häufigerer und wahrscheinlicherer Fall ist, dass das große Biest umzingelt wird und die Spielercharaktere dann Vorteile sammeln, weil sie ab dem dritten Mann +40 Überzahlbonus erhalten. Wie man damit umgeht, dazu später mehr...


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Montag, 15. November 2021

WFRP Deutsch - Abklären von Erwartungen an das Spiel

 Bei diesem Artikel handelt sich um eine Übersetzung des Cubicle 7 Artikels Setting Expectaions

Anlässlich des Warhammer-Mittwochs möchten wir euch den dritten Beitrag in unserer Serie von WFRPBlog-Posts von C7-Autor Ben Scerri vorstellen. Wenn ihr seine vorherigen ausführlichen Beiträge nachlesen wollt, findet ihr den ersten hier und den zweiten hier. Ihr könnt auch dem C7-Chat auf Facebook, Twitter und Instagram beitreten und uns euer Feedback geben. Das WFRP4 Grundregelwerk ist ab sofort im Handel erhältlich oder kann direkt hier bestellt werden.

Nochmals hallo, liebe Leute! Heute sprechen wir über das Setzen von Erwartungen in WFRP - das ist richtig, wir machen einen kleinen Spielleitertipp! Das Regelbuch ist voll von Mechaniken, Geschichten, Aufhängern, Monstern, Zaubern, Karrieren, Fallen... ALLES, was man zum Leiten eines Spiels braucht. Aber heute möchte ich ein wenig über den Beginn eines Spiels sprechen, also fangen wir gleich damit an.

"Niemand rechnet mit der Estalischen Inquisition... aber, bei Sigmar, man sollte mit euren Spielsitzungen rechnen!"


Eine gute Kampagne beginnt mit der Abklärung von Erwartungen (besonders in Bezug auf das, was man vom Setting erwarten sollte *zwinker*) - was sind die wahrscheinlichen Themen, was sind die Grenzen, womit werden die Charaktere die meiste Zeit verbringen - Dies ermöglicht es den Spielern, richtig in die Geschichte gezogen zu werden und ihre Charaktere nach den Stärken der gemeinsamen Geschichte zu spielen.

Ich habe ein kleines Werkzeug, das ich gerne verwende, wenn ich eine WFRP-Kampagne beginne, und - wie alle guten Dinge - verdankt es seine Wurzeln den dunklen Mächten!

Die vier Chaosgötter waren für mich schon immer die vier Hauptpfeiler einer guten, vollwertigen Warhammer-Erfahrung. In ihnen sehen wir die größten Extreme menschlicher Emotionen, und da Warhammer ein zutiefst emotionales Setting ist, macht es Sinn, dass Khorne, Nurgle, Tzeentch und Slaanesh die äußersten Extreme darin sind!

Ich stelle mir jeden Chaosgott gerne als einen Schieberegler vor - eine Skala von "0" bis "Tzeentch" - der uns sagt, wie sehr wir uns im Spiel auf den Extremismus dieses Gottes konzentrieren wollen. Eine gute Kampagne wird sich - meiner Meinung nach - etwa die Hälfte der Zeit auf die Sphäre eines Gottes konzentrieren, dann werden zwei andere Götter eingestreut, die den größten Teil der anderen Hälfte ausmachen, wobei der letzte Gott nur unter extremen Umständen zum Einsatz kommt... Was meine ich? Nun, das ist eine gute Frage: Schauen wir uns das doch einmal genauer an, oder?

Bei Khorne - dem Blutgott - geht es darum, Dinge zu töten, Feinde in glorreichen Schlachten zu bekämpfen und wahrscheinlich am Ende eines Schwertes zu sterben.

Kampagnen, in denen der Einflussbereich von Khorne eine große Rolle spielt, enthalten wahrscheinlich eine Menge Kämpfe: Die Charaktere jagen Monster, dienen in der Staatsarmee von Altdorf, erforschen die Tiefen einer Zwergenruine oder dienen als Kanalarbeiter unter Ubersreik! Bei dieser Art von Kampagnen muss man mindestens in jeder Sitzung mit Kämpfen rechnen, wobei das Risiko des Charaktertodes immer gleich um die Ecke lauert.

Die Spieler werden ermutigt, Karrieren zu wählen, die sich auf kriegerische Fertigkeiten und Eigenschaften konzentrieren, oder solche, die kriegerische Charaktere ergänzen (Barbier-Chirurgen, Zauberer, Priester und so weiter). Außerdem wird den Spielern empfohlen, Ersatzcharaktere bereitzuhalten, für den Fall, dass ihr Hauptcharakter während einer Sitzung durch das Portal geht und Morr, den Gott des Todes, begrüßt – zum Beispiel indem er die Kontrolle über einen Nicht-Spieler-Charakter übernimmt, z.B. einen Mietling, der als zusätzliche Kraft mitgebracht wurde.

Spielleiter dieser Art von Kampagnen sollten mit den Regeln für Kampf und Verletzungen sehr vertraut sein und die optionale Regel „Sofortiger Tod“ (S. 173 Grw.) vielleicht ganz ignorieren! Außerdem sollte sich der Spielleiter auf das Geschehen am Tisch konzentrieren und sich nicht zu sehr um Hintergrundgeschichten und Intrigen kümmern. Ziehen Sie die Charaktere in Konflikte hinein, indem Sie sie mit tiefgreifenden Bedrohungen konfrontieren - Feinde, die an die Tür klopfen, die Gefahr, als Verbrecher gehängt zu werden, die Ermordung eines geliebten Menschen oder einer bekannten Person in der Stadt.

Nurgle - der Herr der Fliegen - ist der perfekte Vektor für Geschichten über gesellschaftlichen Verfall (sowohl buchstäblich durch die Pest als auch im übertragenen Sinne durch korrupte Politiker) und Hoffnungslosigkeit, wobei die Charaktere darum kämpfen, das Unvermeidliche aufzuhalten.

Kampagnen, in denen der Einflussbereich von Nurgle eine große Rolle spielt, verfügen wahrscheinlich über viel Rollenspiel mit den Unterdrückten, viele heimtückische Kulte und viel düsteren "Realismus", durch den die Charaktere kämpfen müssen. Eine Mahlzeit und einen Platz zum Schlafen zu finden, ist ein Problem. Sich vor dem Regen zu schützen, um sich nicht zu erkälten, ist das Wichtigste. Und die von Pestbeulen übersäten Bettler auf den Stufen von Shallyas Tempel zu meiden, ist mehr als nur eine farbenfrohe Beschreibung: Es ist der Unterschied zwischen Leben und Tod!

Die Spieler werden ermutigt, sich auf die schaurigen Themen dieser Art von Kampagnen einzulassen: Im Allgemeinen ist es unmöglich, jemandem während eines Spiels Angst zu machen, wenn er nicht Angst haben will. Die Spieler sollten Charaktere wählen, die sie in die Konflikte verwickeln - so dass sie nicht einfach vor dem ganzen Horror davonlaufen können - durch Akademiker, die an einem Studienort gebunden sind, Gemeindevorsteher oder familienorientierte Charaktere oder andere solche kleinen Leute, die nicht den Luxus haben, einfach gehen zu können.

Spielleiter sollten die Regeln für Krankheiten und Infektionen, Psychologie und das Kapitel "Zwischen den Abenteuern" nachlesen. Außerdem sollte der Spielleiter danach suchen, was die Charaktere wollen, und unkonventionelle Methoden anwenden, um eine Bedrohung aufzubauen. Der Spielleiter sollte sich bemühen, die Charaktere über ihre Möglichkeiten hinaus zu fordern und sie in die Ausweglosigkeit und zu schrecklichen Konsequenzen zu treiben. Dies ist nicht die Art von Kampagne, in die Leute hineingeschoben werden sollten, ohne dass sie vorher zugestimmt haben!

Tzeentch - der Herr des Wandels - ist ein gerissener Meister der Schicksalswendungen und umständlichen Logik, wobei die Charaktere Spuren verfolgen, von üblen Kulten erfahren und Geheimnisse aufdecken, die im Staub der Zeit liegen.

Kampagnen, in denen der Einflussbereich von Tzeentch eine große Rolle spielt, werden wahrscheinlich vom Spielleiter mit viel Hintergrundwissen ausgestattet und beinhalten Ermittlungen, Verschwörungen und Lügen, die erzählt werden. Die Charaktere selbst könnten sogar Geheimnisse voreinander haben - obwohl es oft mehr Spaß macht, wenn die Spieler alle in die Geheimnisse der anderen eingeweiht sind, damit jeder die dramatische Ironie zu schätzen weiß, wenn sie ins Spiel kommen. Dinge zu lernen, die man lieber für sich behält, und die allgegenwärtige Bedrohung durch Korruption sind ständige Themen in diesen Kampagnen.

Die Spieler werden ermutigt, Charaktere mit tieferen Beweggründen zu erschaffen, die über die bloße Erwirtschaftung von Reichtum, den Kampf für das Gute oder das Berühmtwerden hinausgehen. Charaktere mit großen Ambitionen – „the sky is the limit“ - lassen sich leichter zu schrecklichen Taten anstacheln und geben jedem ein gutes Spielfeld, um Fragen zu stellen wie: "Heiligt der Zweck die Mittel?" Charaktere in dieser Art von Spielen profitieren auch davon, dass sie bereits über einige Mittel verfügen - ruchlose Verbindungen, obszönen Reichtum, eine zwielichtige Vergangenheit oder Zugang zu verbotenem Wissen.

Spielleiter sollten sich mit den Regeln für Mutation, Korrumpierung (insbesondere Dunkle Einflüsterungen) und den Ermittlungsfähigkeiten wie Bestechung, Klatsch, Einschüchtern, Intuition usw. vertraut machen. Außerdem sollte der Spielleiter sich mit Genre-Filmen - wie Farce und Noir - vertraut machen und lernen, den Spielercharakteren Leitfragen zu stellen wie: "Wer hat deine Mutter ermordet?" und nicht "Was ist mit deiner Mutter passiert?". Diese Art von Spiel erfordert mehr Vorbereitungszeit für den Spielleiter und ist daher nicht zu empfehlen, wenn man nur wenig Zeit hat, aber ich finde, es ist die lohnendste Spielart.

Slaanesh - der Fürst der Ausschweifung - ist ein verführerischer Gott, dessen Geschichten von den schlimmsten Verbrechen der Menschheit handeln. Die Ungleichheiten des Adels, die Heuchelei des Sigmar-Kultes und die Unterströmung menschlicher Gier und Perversion sind die ständigen Bedrohungen für die Charaktere...

Kampagnen, in denen der Einflussbereich von Slaanesh eine große Rolle spielt, befassen sich wahrscheinlich mit einigen Problemen der realen Welt, die auf die Spitze getrieben werden, und können als Katharsis oder amüsante Satire dienen. Die Geschichte der realen Welt kann oft Inspiration für diese Art von Kampagnen liefern, indem sie politische Figuren aus Vergangenheit und Gegenwart mit einbezieht! Meistens geht es in diesen Kampagnen jedoch um Charaktere, die miteinander reden, intrigieren und sich gegenseitig in den Rücken fallen.

Die Spieler werden ermutigt, Charaktere und Geschichten zu erschaffen, die sich um die Obrigkeit - den Adel, die Priesterschaft, die Zauberer in Altdorf - drehen, sei es direkt (indem sie diese Figuren sind) oder indirekt (indem sie ihnen dienen, sie untersuchen oder sie umgeben). Die Spieler sollten besonders auf ihre Ambitionen achten und zusammenarbeiten, um potenziell widersprüchliche Geschichten zu entwickeln! Wenn alle mitmachen, kann eine Kampagne, in der die Charaktere gegeneinander antreten, sehr unterhaltsam sein - solange alle noch Spaß haben und die Grenzen der anderen respektieren. Denkt daran, dass eine gute Geschichte wichtiger ist als das "Gewinnen".

Die Spielleiter sollten sich über die Regeln für Ziele (S. 40) und die Politik des Reiklandes / die Geschichte der Alten Welt informieren. Außerdem sollten sie einen Großteil ihrer Vorbereitungszeit damit verbringen, interessante Nicht-Spieler-Charaktere zu planen, die ebenso tiefgreifende Motivationen und Ziele haben wie die Charaktere - vielleicht sogar so weit gehen, ihnen ihre eigenen vollständigen Charakterbögen zu geben und sich wie alle anderen an den Unternehmungen zwischen den Abenteuern zu beteiligen! Die Spielleiter sind gut damit beraten, wenn sie eine Übersicht der Beziehungen ihrer Nicht-Spieler-Charaktere zueinander erstellen, und oft müssen sie ihre Pläne an die Aktionen der Spieler anpassen.

Nachdem wir nun unsere einzelnen Zutaten besprochen haben, wollen wir sie zusammenmischen und sehen, was dabei herauskommt! Ich werde vier Beispielkampagnen mit einer Kombination aus den vier Schiebereglern vorschlagen - einen hoch eingestellt, zwei weitere am unteren Ende und den letzten für einen einzigen epischen Moment im Spiel...




Slaanesh, mit einer Prise Khorne und Tzeentch, und einer Prise Nurgle. Die Charaktere sind Diener und Höflinge an einem adligen Hof, wo Duelle, Verrat und politische Intrigen ihr tägliches Brot sind. Das Spiel dreht sich darum, die eigenen Ziele zu verfolgen und sich gleichzeitig vor den Machenschaften eifersüchtiger und intriganter Rivalen und Schurken zu schützen. Die Bedrohung durch Krankheiten und Hungersnöte sollte weit weg von ihren Gedanken sein... bis ein schrecklicher Winter Hungersnot und Seuchen über das Land bringt.

Tzeentch, mit einer Prise Slaanesh und Nurgle, und einer Prise Khorne. Die Charaktere sind Bürger, Ermittler, örtliche Priester und Rattenfänger - Einheimische in einer großen Stadt, in der etwas nicht stimmt. Menschen verschwinden, sterben an seltsamen Krankheiten, während neue und seltsame Leute mit großem Reichtum aufsteigen. Nur die Charaktere können die Puzzleteile zusammensetzen und sich der Dunkelheit stellen, die in ihrer Mitte wächst...

Khorne, mit einer Prise Nurgle und Tzeentch, und einer Prise Slaanesh. Die Charaktere sind Mitglieder einer Söldnerkompanie, die am Rande des Imperiums oder tief in den Grenzfürstentümern stationiert sind und mit der ständigen Bedrohung durch Krieg, Hunger und den Krankheiten, die der Krieg mit sich bringt, zu kämpfen haben. Aber nicht alles ist so, wie es scheint, und ein Drahtzieher hinter der Kompanie hat andere, dunklere Pläne - vielleicht etwas aus den Händen ihrer Feinde zu verwenden. Werden die Charaktere nur Spielfiguren ihres Generals sein, indem sie ihre Augen geschlossen und ihre Bäuche einigermaßen gefüllt halten? Oder werden sie das Krebsgeschwür in ihrer Mitte ausrotten?

Nurgle, mit einer Prise Khorne und Slaanesh, und einer Prise Tzeentch. Die Charaktere sind Mitglieder einer kleinen Gemeinschaft in den tiefsten Teilen des Reikwaldes, in einer vergessenen Ecke des Imperiums. Ihr Leben ist hart, und es ist ein ständiger Kampf, alle zu ernähren und bei Laune zu halten... Aber solch ständige Entbehrungen bringen Grausamkeit und Korruption hervor - werden die Charaktere der Versuchung erliegen, oder wird jemand oder etwas anderes die Sache in die Hand nehmen müssen?

Was ich euch mit auf den Weg geben möchte, ist, dass ihr als Gruppe über eure Dämonen sprecht. Was liegt euch am Herzen? Was macht euch Spaß? Was habt ihr noch nie gespielt? Besprecht dies als Gruppe, bevor ihr mit der Erstellung der Charaktere beginnt, und ihr werdet feststellen, dass eine viel stärkere Geschichte mit tiefgreifenderen Themen und mehr Spaß dabei herauskommt.

Ich hoffe, ihr lasst uns auf unseren Social-Media-Kanälen wissen, welcher der oben genannten Spielstile euer Favorit ist, und gebt uns eure besten Ratschläge für die Leitung dieser Art von Spielen!

Bis zum nächsten Mal, liebe Leute!


Samstag, 6. November 2021

WFRP - Deutsch: Verblüffender Erfolg!

Bei diesem Artikel handelt sich um eine Übersetzung des Cubicle 7 Artikels Astounding Success

Letzte Woche haben wir euch den ersten Teil unserer neuen Serie von WFRP-Blogbeiträgen vorgestellt. Wenn ihr ihn verpasst habt, könnt ihr ihn hier nachholen. Heute befasst sich Cubicle 7-Autor Ben Scerri mit den Erfolgsgraden. Nehmt am Chat auf Facebook und Twitter teil und lasst uns wissen, was ihr denkt! 

Hallo, Leute! Hier ist wieder Ben. Die Alte Welt ist ein brutaler Ort, an dem man sich abmühen muss, um über die Runden zu kommen, und allzu oft gewinnt man nur, weil jemand anderes mehr verliert als man selbst... Deshalb werde ich mich heute mit einem Kernstück des Spiels beschäftigen: Die Erfolgsgrade!

Bleib dran, Kumpel.

Erfolgsgrade (EG) kommen in drei Hauptbereichen des Spiels vor: Dramatische Würfe, vergleichende Würfe und insbesondere Vergleichende Würfe im Kampf. Fangen wir am Anfang an, ja?

Erfolgsgrade in dramatischen Würfen

Manchmal reicht es nicht aus, zu wissen, ob ihr erfolgreich seid oder versagt, sondern wir müssen wissen, wie sehr ihr euch zum Narren (oder, Sigmar möge uns beistehen, zum Helden) gemacht habt. Für solche Fälle verwenden wir dramatische Würfe. Der Wurf folgt dem gleichen Muster wie ein einfacher Wurf, aber es nicht nur relevant, ob du höher oder niedriger als die geprüfte Fertigkeit oder Eigenschaft gewürfelt hast, sondern auch die gewürfelte Zahl ist wichtig.

Salundra und Gunnar schlendern in das Gasthaus "Zum Roten Mond" in Übersreik, begeistert von der Aussicht auf einen starkes Gebräu, um die Mühen des Tages wegzuspülen. Unglücklicherweise wird die Taverne heute Abend von einer rüpelhaften Bande von Einheimischen besucht, die Salundras edles Auftreten mit dem der verhassten Altdorfer verwechseln! Ein Schläger erhebt sich leicht schwankend und bellt heraus, dass Altdorfer hier nicht willkommen sind, und versucht, die beiden hinauszuwerfen. Salundra beschließt, sich über den Mann lustig zu machen und sich vielleicht ein paar Freigetränke bei den Einheimischen zu verdienen, also würfelt sie eine Charmeprobe. Da dieser Test eine Reihe von möglichen Ergebnissen hat, ist es ein Dramatischer Test. Salundra würfelt eine 91 gegen ihren Charme von 28!

Wenn du gewürfelt hast, musst du zuerst herausfinden, ob du erfolgreich warst oder nicht, wie bei einer einfachen Probe. Denke daran, dass du erfolgreich bist, wenn der Wurf gleich oder niedriger als das Ziel ist, andernfalls bist du durchgefallen.

91 ist viel höher als Salundras Zielwert von 28, also ist dies ein Fehlschlag...

Als Nächstes ziehen wir die Zehner-Spalte des Ziels von der Zehner-Spalte des Wurfs ab, um die EG zu ermitteln. Wenn der Wurf ein Fehlschlag war, machen wir es umgekehrt.

Die Zehnerspalte des Ziels war "2" und die Zehnerspalte des Wurfs war "-9". Also 2 - 9 = -7 EG!

-7 EG bei einem Dramatischen Wurf ist ein verblüffendes Scheitern, was bedeutet, dass es Salundra nicht nur nicht gelingt, die Menge auf ihre Seite zu ziehen, sondern dass ihr auch noch ein paar "kostenlose" Getränke in den Weg geworfen werden... Und zwar nicht so, wie sie gehofft hatte!

Erfolgsgrade bei vergleichenden Würfen

Wenn zwei oder mehr Charaktere gegeneinander antreten, wird ein vergleichender Wurf durchgeführt. Alle beteiligten Parteien machen eine Probe mit einer relevanten Fertigkeit oder Eigenschaft (es kann dieselbe sein, wie z.B. bei einem Pferderennen, bei dem beide Parteien eine Reitprobe machen, oder es können verschiedene Fertigkeiten sein, wie z.B. ein Dieb, der sich mit Schleichen versteckt, und ein Wächter, der mit Wahrnehmung suchen) und vergleichen dann, wer gewonnen hat. Vergleichende Würfe fügen den EG ein ganz neues Element hinzu, denn bei einem vergleichenden Wurf geht es nicht so sehr um Erfolg und Misserfolg, sondern darum, wer mehr EG erzielt hat.

Gunnar kann sehen, dass sich die Situation schnell ändert, und wenn jemand weiß, wann ein Kampf ausbricht, dann ist es ein Slayer. Er sieht, dass die meisten Gäste zumindest mit Knüppeln und Dolchen bewaffnet sind, also beschließt er, den Anstifter mit seiner Axt einzuschüchtern, in der Hoffnung, dass die Menge ermutigt wird, ihre Waffen nicht zu ziehen und diese Auseinandersetzung nur mit den Fäusten zu führen.



Gunnar würfelt 45 gegen seinen Einschüchterungswurf von 43 - ein Fehlschlag mit -0 EG. Der Schläger würfelt eine 64 gegen seine Besonnenheit von 29 - ein Fehlschlag mit -4 EG. Obwohl beide Charaktere "versagt" haben, hat Gunnar mit weniger -EG versagt und somit die Gegenprobe gewonnen: Die Gäste in der Bar werden sich immer noch prügeln, aber sie behalten ihre Waffen in ihren Gürteln, während Gunnar seinen Daumen an der Schneide seiner Axt entlang gleiten lässt, so wie es die großartigen Trollslayer tun...

Der Charakter, der bei einem vergleichenden Wurf besser abschneidet, gilt als "Gewinner", der andere Charakter als "Verlierer". Bitte beachtet, dass gewinnen nicht gleichbedeutend mit erfolgreich sein ist! Für die meisten vergleichenden Würfe ist diese Unterscheidung nicht wichtig... aber sie wird sehr wichtig, wenn wir zum Kampf kommen. Wo wir gerade dabei sind...

Erfolgsgrade im Kampf

Die meisten Aktionen im Kampf sind vergleichende Würfe - entweder greift man einen Gegner mit einer Nahkampf-Fertigkeit an oder man benutzt eine andere Fertigkeit, um einen Vorteil gegenüber dem Gegner zu erlangen. Aber ein Kampf ist dynamischer als ein durchschnittlicher Geschicklichkeitstest, und die Bandbreite möglicher Ergebnisse und Komplikationen wächst damit einher.

Wenn ein Charakter einen anderen Charakter im Nahkampf angreift, würfelt er eine Gegenprobe mit der entsprechenden Fertigkeit - Nahkampf (Standard), Nahkampf (Zweihändig), usw. Der Verteidiger würfelt mit der entsprechenden Fertigkeit, je nachdem, wie er sich schützt - Nahkampf (Standard), wenn er mit seiner Hauptwaffe pariert, Nahkampf (Parade), wenn er einen Parierdolch oder ähnliches benutzt, oder Ausweichen, wenn er versucht, ganz aus dem Weg zu gehen!

Das Ergebnis dieses Wurfs hängt davon ab, wer den vergleichenden Wurf gewinnt: Gewinnt der Angreifer, fügt er Schaden zu, und wenn der Verteidiger gewinnt, wird der Schlag abgewehrt.

Salundra ergreift die Initiative und stürzt sich auf den Schläger, wobei sie ihre Fäuste wild schwingt - sie würfelt 14 gegen ihr Nahkampf (Waffenlos) von 49: Erfolg mit +3 EG! Der Schläger, der von Salundras Wildheit überrumpelt wurde, versucht, sich wegzuducken - er würfelt 33 gegen seinen Nahkampf (Raufen) von 36: Erfolg mit +0 EG.

Die Differenz der EG einer Angriffsaktion - sowohl im Nah- als auch im Fernkampf - wird zum verursachten Schaden addiert. Wäre die Differenz negativ, so wird sie positiv (z.B. -1 EG gegen -6 EG = +5 EG).

Die Gesamt-EG ist +3 für den obigen Angriff, und Salundra ist unbewaffnet mit einem Schaden von +SB+0. Salundras Stärke ist 36, also ist ihr Stärkebonus 3, was einen Gesamtschaden von 6 ergibt! Der Schläger trägt an seinem rechten Bein (wo der Schlag traf) keine Rüstung, so dass der Schaden nur durch seinen Zähigkeitsbonus von 3 auf 3 Wunden reduziert wird. Salundra hat anscheinend tief angegriffen und hat bei ihrem Schlag nur knapp seine Leiste verpasst!

Kritische Treffer und Patzer

Aber erinnerst du dich, was ich darüber gesagt habe, dass Gewinnen nicht dasselbe ist wie Erfolg haben? Schaut euch noch einmal den Wurf des Schlägers oben an - eine 33... Das ist ein Kritischer Treffer! Denkt daran, dass ein Pasch bei einem erfolgreichen Nahkampftest einen Kritischen Treffer ergibt, während ein Pasch bei einem misslungenen Test einen Patzer ergibt.

Obwohl der Schläger die Gegenprobe nicht gewonnen hat - und daher von Salundra getroffen wurde - hat er ihr eine Kritische Wunde zugefügt!

Der Schläger würfelt 1d100, um zu bestimmen, wo die kritische Wunde zugefügt wird, und erzielt eine 19 - Linker Arm. Er würfelt 1d100 auf der Tabelle für kritische Wunden und erhält eine 22 - eine Stauchung! Während Salundra in die Tiefe geht, um dem Schläger in die Leiste zu schlagen, springt dieser zurück und schwingt seine Faust nach unten. Der Schlag kracht gegen Salundras linke Schulter, verrenkt sie und fügt ihr einen Muskelriss (leicht) sowie 1 Verwundung zu, die nicht durch ihren Zähigkeitsbonus oder ihre Rüstung beeinflusst wird!

Auf diese Weise ist der Kampf immer gefährlich. Es gibt nie eine Situation, in der man völlig sicher ist, dass man sich nicht verletzen kann!

Gunnar folgt Salundra ins Getümmel und schwingt seine schinkengroßen Fäuste nach links und rechts. Er versucht, einen der Kumpane des Schlägers zu verprügeln und würfelt eine 55 gegen seinen Nahkampfwert von 45 - ein Fehlschlag mit -1 EG. Der Spießgeselle ist von diesem Angriff so erschüttert, dass er eine 92 gegen seinen Nahkampfwert von 31 würfelt - ein Fehlschlag mit -6 EG! Gunnar hat den vergleichenden Wurf gewonnen und verursacht Schaden in Höhe der Differenz der EG (+5) zuzüglich seines Stärkebonus (STB) (3), was insgesamt 8 Lebenspunkte ergibt!

Allerdings hat Gunnar bei einer misslungenen Probe auch einen Pasch gewürfelt, also gepatzt. Er würfelt 1d100 auf der Ups! Tabelle und erzielt eine 44 - sein Manöver hat ihm einen Malus von -10 auf seine nächste Aktion eingebracht. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie leichtsinnig er sich verhalten hat!

Wenn die EG gleich sind

Für den Fall, dass beide Charaktere bei einem vergleichenden Wurf die gleichen EG erzielen, wird die entsprechende gewürfelte Fähigkeit oder Charaktereigenschaft verglichen, wobei die höhere Eigenschaft den Sieg davonträgt. Wenn es dann immer noch unentschieden steht, kann der Spielleiter die Runde entweder als Patt werten - zwei gleichstarke Kämpfer, die sich gegenseitig umkreisen und nicht die Oberhand gewinnen - oder er kann verlangen, dass die Probe wiederholt wird.

Der Spießgeselle erholt sich von Gunnars Schlag in den Bauch und erwidert den Schlag mit einer Faust. Er würfelt eine 25 gegen seinen Nahkampfwert von 31 - Erfolg mit +1 EG. Gunnar, der von allen Seiten umzingelt ist, beschließt, sich zur Seite zu ducken und würfelt eine 21 gegen sein Ausweichen von 33 - Erfolg mit +1 EG. Die EG sind gleich, aber Gunnars Ausweichen (33) ist größer als der Nahkampf (Raufen) des Kumpels (31), also gewinnt Gunnar den Kampf, und der Schwinger geht über seinen Kopf hinweg durch den leeren Raum.

Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren...

...sondern darum, wie man auf dem Weg stirbt.'

Stimmt's? So geht das Sprichwort, richtig?

Erfolgsgrade fügen eine Ebene der Granularität hinzu, die es Spielern und Spielleitern gleichermaßen ermöglicht, die wahre Bandbreite der Möglichkeiten im WFRP auszudrücken - von einer schrecklichen Farce bis hin zu verwegenen Heldentaten. Wenn ihr irgendwelche Fragen zu den obigen Punkten habt, fragt uns auf unseren Social-Media-Kanälen, und wir werden euch antworten, sobald wir damit fertig sind, diese Schurken im Red Moon Inn zu verprügeln (denn, seien wir ehrlich, Salundra und Gunnar werden jede Hilfe brauchen, die sie bekommen können).

Bis zum nächsten Mal, Leute!

In dieser Reihe bisher erschienene Artikel: 

WFRP - Deutsch: Parieren im Kampf

Anm. d. Übersetzers.:

wenn Du mehr über WFRP4-Kampfregeln lesen möchtest, empfehle ich diese Artikel:

Kampfbeispiele

Wie funktioniert Vorteil? 

Verletzungen und Tod


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Freitag, 29. Oktober 2021

WFRP - Deutsch: Parieren im Kampf

Bei diesem Artikel handelt sich um eine Übersetzung des Cubicle 7 Artikels In Defence of Defence.

WFRP Zur Verteidigung der Verteidigung

Dies ist der erste in einer Reihe von ausführlichen Cubicle 7 WFRP-Blogbeiträgen von einem unserer Autoren, Ben Scerri. Das Ziel dieser Beiträge ist es, fachkundigen Rat und Einblicke in viele verschiedene Aspekte von Warhammer zu geben. Lest sie und nehmt am Chat auf Facebook, Twitter und Instagram teil! Klickt hier, um ein wenig mehr über Ben zu erfahren! #WarhammerMittwoch

Hallo Leute, ich bin Ben, ein Autor für Warhammer Fantasy Roleplay 4th Edition - und ich bin hier, um meiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: über WFRP zu reden! Es war eine Freude zu sehen, wie sich alle mit so viel Begeisterung in die neue Edition gestürzt haben. Also lasst uns einsteigen, das Schwert schwingen und... hmm...

Wenn wir kämpfen, sollte ich mich wirklich mit etwas verteidigen, oder? Soll ich mit meiner Handwaffe parieren, mir einen Schild besorgen (und welche Größe dann?) oder soll ich mir eine spezielle Parierwaffe zulegen? Und es sieht so aus, als wäre ich nicht der Einzige, der nach dem besten Weg sucht, sich zu verteidigen. Die 4. Edition hat uns mehr Möglichkeiten als je zuvor gegeben, uns zu verteidigen - also lasst uns die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden durchgehen.

Meiner Meinung nach ist der Geschmack, die Fiktion, genauso ein Mechanismus wie die Zahlen. Wir werden uns nicht nur mit der Mathematik hinter jeder Option befassen, sondern auch damit, was jede Option bedeutet. Was sagt es über dich aus, wenn du eine große Axt mit dir herumträgst? Und ist es ein Fauxpas, einen Buckler zusammen mit einem Rapier zu tragen, anstatt einen Parierdolch zu tragen?!

Dann wollen wir mal loslegen, ja? Beim Parieren gibt es drei Hauptoptionen (das Ausweichen ist hier natürlich nicht gemeint):

  • Parieren mit einer normalen Waffe,
  • Parieren mit einem Schild,
  • und Parieren mit einer Spezialwaffe.

Bleiben wir bei den Grundlagen: Parieren mit einer normalen Waffe

Parieren mit einer normalen Waffe bedeutet, was auf dem Etikett steht: eine Waffe in der Primär- oder Sekundärhand benutzen, die normalerweise zum Angriff verwendet wird. Es gibt drei Situationen, in denen dies wahrscheinlich der Fall ist: Du hast nur eine Waffe in deiner Haupthand und nichts anderes; du führst zwei Waffen, eine in jeder Hand; oder du trägst eine zweihändige Waffe.

Was auch immer der Grund für das Parieren mit einer normalen Waffe ist, ein Charakter setzt seine entsprechende Nahkampf-Fertigkeit ein, um die Nahkampf-Fertigkeit seines Angreifers zu kontern. Das ist oft ein guter Tipp: Charaktere, die sich in einem Kampf ohne einen Plan B befinden, sind wahrscheinlich mit ihrer Hauptwaffe geschickt... Oder sie wurden überrascht... Oder sie sind zu arm, um sich etwas anderes zu leisten! Daher ist diese Art zu kämpfen für viele Kämpfer funktionell, wirtschaftlich und wahrscheinlich auch klug.

Aber es gibt ein Problem mit dieser Art zu kämpfen: Du verlässt dich völlig darauf, einen Vergleichenden Wurf zu gewinnen. Außerdem ist man völlig den Launen des Gegners auf Distanz ausgeliefert. Wenn ihr euch jedoch für eine massive Zweihandwaffe entschieden habt oder eine Sekundärwaffe mit dem Talent "Beidhändiger Angriff" kombiniert, dann sind diese Kompromisse vielleicht klug genug.

Diese Art des Kampfes hat auch soziale Auswirkungen. Bedenke, wie dumm du aussehen würdest, wenn du gegen einen gut vorbereiteten Ritter - bewaffnet mit Schwert und Schild - nur mit einer Axt in der Hand kämpfst. Bedenke, wie ungehobelt Du wirken würdest, wenn Du in einem Duell mit einem geckenhaften Adligen, der ein Rapier und einen Parierdolch führt, ein riesiges Bastardschwert ziehen würdest. Hand- und Zweihandwaffen sind Werkzeuge der persönlichen Verteidigung - ihnen fehlt die Subtilität und der Stil von speziell angefertigten Waffen wie einem Florett oder Rapier. Man kann ja auch nicht einfach mit einer in den Gürtel gesteckten Pike an einen adligen Hof schlendern, oder?

Effektiv aber schwer zu verbergen: Der Schild

Es gibt einen Grund, warum die Menschen - in der realen Welt - Schilde schon vor den schriftlichen Aufzeichnungen benutzt haben, bis hin zu... nun ja... heute. Schilde machen einfach Sinn: Jemand schwingt oder schießt mit etwas Spitzem nach dir, also stell ein großes Stück Holz oder Metall in den Weg! Das Gleiche gilt für Schilde in WFRP - besonders in der neuesten Edition, wo sie mit allerlei Schnickschnack ausgestattet wurden, der den normalen Stoß und Stoß des Kampfes aufmischt!

Schilde bringen eine Menge mechanischer Vorteile mit sich, also lasst uns einen Blick auf jeden einzelnen werfen und dann auf die einzelnen Arten von Schilden eingehen.

Alle drei Schilde gehören zur Gruppe der Standardwaffen - verwenden also Nahkampf (Standard) als ihre Angriffs- oder Verteidigungsfertigkeit - und haben die folgenden drei Waffeneigenschaften: Schild, Defensiv und Stumpf.

  • Defensiv ist schön einfach: Wenn du die Waffe führst, erhältst du +1 EG auf die Nahkampfprobe beim Verteidigen. Das funktioniert sogar, wenn du dich mit einer Waffe in der anderen Hand verteidigst, da du deinen Schild in den Weg der angreifenden Waffen manövrierst! In Kombination mit der Tatsache, dass ihr wahrscheinlich eine relativ hohe Nahkampf-Grundfertigkeit besitzt, solltet ihr eine gute Chance haben, viele eingehende Angriffe vollständig zu parieren (oder zumindest die Differenz der EG zu verringern). Die Defensiv-Qualität erlaubt es auch, Schilde mit Nahkampf (Parade) zu benutzen, wodurch der -20 Malus entfällt, den ihr für die Benutzung von Nahkampf (Grundfertigkeit) in einer freien Hand erhaltet (wenn ihr nicht beidhändig seid).
  • Stumpf ist nicht das Beste, aber da es sich um einen Schild handelt und du wahrscheinlich nicht mit ihm angreifen wirst, es sei denn, du hast das Talent "Beidhändiger Angriff" (erlaubt den Angriff mit Haupthand und Nebenhand im selben Zug), sollte dich das nicht allzu sehr stören. Diese Eigenschaft bedeutet, dass alle Rüstungspunkte (RP) gegen Angriffe von Schilden verdoppelt werden und dass besagte Angriffe nicht wie sonst mindestens 1 Schaden anrichten.
  • Schild (Wert) hier kommen wir zum Punkt, wo Schilde wirklich "glänzen" - wenn du den Schild zur Verteidigung verwendest, zählt der der Rüstungswert des Schildes an allen Trefferzonen. Damit können kritische Wunden abgewehrt werden, und mit einem Wert von 2+ (also einem normalen und großen Schild) kann man sich sogar gegen Fernkampfangriffe verteidigen! Das ist ein echter Game-Changer!

Schauen wir uns also die einzelnen Schilde an. Unser Schild (Buckler) ist die billigste Option - mit 18/2, also nur knapp einer Krone - und gibt Schild 1. Zusammen mit der Verteidigung ist dies bereits eine gute taktische Wahl: Du kannst entweder Nahkampf (Standard) mit -20 oder Nahkampf (Parade) nutzen, während du +1 EG auf alle Verteidigungstests und +1 RP auf alle Trefferpunkte erhältst, wenn du dich mit dem Schild verteidigst. Selbst wenn dein Gegner durchkommt, wird sein Angriff durch diese beeindruckende Verteidigung stark behindert!


Als Nächstes haben wir den Schild und den Schild (groß), die 2GK mit Schild 2 bzw. 3GK mit Schild 3 kosten. Beide haben die gleichen taktischen Vorteile wie der Buckler, bieten aber zusätzlich Schutz gegen Fernkampfangriffe in Sichtweite - der einzige Schutz, der gegen solche Angriffe verfügbar ist. Obwohl sie sicherlich teuer sind - und daher für viele Abenteurer unerschwinglich - wären sie meine erste Wahl.

Es ist sogar erwähnenswert, dass ich einen Schild weit vor allen anderen Rüstungsteilen kaufen würde. Und warum? Nun, weil, obwohl ein Schild 2GK kostet, eine vollständige Rüstung aus Leder - die nur 1 AP an allen Orten gewährt, anstatt 2 RP mit +1 SL zur Verteidigung - 1GC 14/- kostet. Für nur 6/- mehr erhältst du den doppelten Wert, und noch mehr!

Aber es geht nicht nur um Mechanik und Mathematik. Dies ist schließlich ein Rollenspiel - du wirst dich schon bald mit einigen Nicht-Spieler-Charakteren unterhalten müssen, und ich bezweifle, dass der Dandy es gut findet, wenn ein zerlumpter Heckenritter einen massiven Schild herumschleppt. Nein, leider sind Schilde bei den Wüstlingen des Kaiserreichs nicht in Mode - wobei Buckler in der Mittelschicht immer noch häufig verwendet werden - was bedeutet, dass Du den Krieg (un Deine Ehre) verloren haben könntest, noch bevor Du überhaupt einen Schlag abgewehrt hast. Außerdem sind Schilde praktische ein Symbol des Krieges - man kann sie nicht verstecken, man kann ihnen nicht ausweichen. Wenn du mit einem Schild in ein Dorf kommst, ist klar, wonach du suchst, und die Bewohner werden mit Problemen rechnen. Ist das die Art von Aufmerksamkeit, die du erregen willst?

Trickreich und modisch: Parierwaffen

Schließlich gibt es noch die Parierwaffen - entweder eine Parierdolch oder ein Klingenbrecher-, die aufgrund ihrer relativen Seltenheit im Vergleich zu Schilden in erster Linie der Elite vorbehalten sind. Diese Waffen sind nicht nur modisch, sondern auch äußerst funktionell, da sie die defensiven Eigenschaften eines Schildes (und alles, was damit zusammenhängt) mit der Tatsache kombinieren, dass sie selbst mächtige Waffen sind. Allerdings erfordern beide Waffen die Nahkampf-Fertigkeit (Parade), so dass sie nicht ernsthaft als Option in Betracht gezogen werden sollten, wenn ihr Träger nicht in dieser Fertigkeit ausgebildet ist.

  • Betrachten wir den Parierdolch: +STB+2 Schaden mit der Defensiv-Qualität für nur 1GK (obwohl er aufgrund seiner Seltenheit schwer zu finden sein wird). Kombiniert mit dem Talent "Beidhändiger Angriff" und vielleicht dem Talent "Beidhändigkeit" (Du hast nur einen Abzug von -10 bei Würfen, bei denen es allein um die nichtdominante Hand geht, nicht die üblichen -20) würde dies eine mächtige defensive und offensive Option im Kampf darstellen.

  • Aber die Waffe, über die ich wirklich sprechen möchte, ist der Schwertbrecher. Nur 2/6 teurer als der Parierdolch und nur selten zu finden, bietet diese trickreiche kleine Waffe viel: +SB+3 Schaden, Defensiv, eine größere Reichweite (kurz, im Gegensatz zu sehr kurz) und die merkwürdige Klingenfänger-Qualität. Was bewirkt Klingenfänger? Wenn du bei der Verteidigung einen kritischen Treffer würfelst, kannst du eine gegnerische Stärkeprobe erzwingen, zu der du die EG aus der Nahkampfprobe (Parade) addierst. Ein Erfolg führt dazu, dass dein Gegner entwaffnet wird, und ein Erfolg mit +6 EG zerstört die Waffe vollständig!

Parierwaffen sind bei weitem am einfachsten in sozialen Kontexten zu platzieren - sie sind in der Oberschicht sehr beliebt und helfen dir, zu ihr zu gehören. Sie lassen dich auch in der Mittelschicht modischer erscheinen und helfen dir, in den Lokalen der Unterschicht aufzufallen. Außerdem lassen sie sich viel leichter verbergen, so dass du den Vorteil hast, "nur eine Handwaffe" zu besitzen, bis dein Gegner dich unterschätzt und du deinen gerissenen Schwertbrecher ziehst.

Stirb einfach nur nicht, in Ordnung?

Letzten Endes ist es egal, wie du kämpfst, solange du am Leben bleibst, um darüber zu reden (und dabei auch noch gut aussiehst), nicht wahr? Das ist die wahre WFRP-Art. Ich hoffe, dieser kleine Einblick hat dir geholfen, den Waffengeschmack deines Charakters ein wenig besser zu bestimmen, und ich freue mich darauf, von deinen Lieblingskombinationen auf unseren Social-Media-Kanälen zu hören.

Bis zum nächsten Mal, liebe Leute!

Anm. d. Übersetzers.:

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Kampfbeispiele

Wie funktioniert Vorteil? 

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Dienstag, 28. September 2021

WFRP4 - Deutsch: Druckfreundlicher Charakterbogen





Der liebe Walter von 2.5 Warriors hat für die Community einen druckerfreundlichen Charakterbogen für das Warhammer Fantasy Rollenspiel 4. Edition Deutsch erstellt und in der aus der WFRP_DE Facebook-Community geteilt! Ich habe, mit seiner Erlaubnis, ihn hier "gemirrort":


Vielen Dank dafür, super Arbeit! :-)

Eine weitere Variante hat der freundliche Chris Nix  für uns gebastelt: 




Dienstag, 21. September 2021

WFRP4 Deutsch - Charaktere aus der Einsteigerbox ohne Erfahrungspunkte

Die Charaktere aus der Warhammer Fantasy Rollenspiel Einsteigerbox sind absolut cool geschrieben. Ihre Hintergründe sind toll ausgearbeitet, die Faltblätter genial gemacht und die Bilder der Gruppe tauchen im Grundregelwerk und Folgepublikationen (beispielsweise Rauhe Tage Harte Nächte Cover, Der Innere Feind Cover) immer wieder auf. 

Von Cubicle 7 wurde bereits auf englisch das "Character Pack" zum Download angeboten. Es enthält die doppelseitigen Bögen der Starter-Charaktere auf englisch. C7 schreibt dazu einleitend:

Deutsche Version

Die reinen Bögen, ohne Bilder und Einleitungstext habe ich übersetzt ausgefüllt und biete sie hier als Download mit an. 


Ich habe dazu den ausfüllbaren Charakterbogen von Ulisses verwendet.

Character Pack 0XP

Allerdings wird es Spielgruppen geben, die sich daran stören, dass die Charaktere jeweils bereits 2200 Erfahrungspunkte haben und teilweise schon mehrere Karrieren hinter sich haben. Wie bereits im englischen Screenshot beschrieben, kann man ja die Charaktere von Null auf neu erstellen. Das habe ich für Euch gemacht. Allerdings ergeben sich hier ein paar Schwierigkeiten. 

Gunnar beispielsweise ist in seiner ersten Karriere Juwelenschmied gewesen. Da er dann auch eine komplett andere Erscheinung hätte, habe ich entschieden, dies in den "Fluff" zu verbannen und ihn gleich als Trollslayer zu bauen. Bei den anderen verhält es sich ähnlich. Ich habe versucht, Charaktere zu bauen, die dem, was sie mit 2200XP sind, am nächsten kommen. Dafür habe ich meist auf die abgebrochenen Erstkarrieren verzichtet. Ein paar wenige Fähigkeiten gingen dabei zu Morrs Toren.  Des Weiteren habe ich meine Excel-Übersicht beigefügt, in der ich die Aufstiege dokumentiere.

Download Einsteigerset-Charaktere Doppelseitig 0XP

Weitere Anfängercharaktere

Wie im Character Pack angekündigt, finden sich auch im bis dato nur auf englisch erschienenen und auf Deutsch angekündigten Kompendium für "Der Feind Im Schatten" solche Anfängercharaktere mit 0 Erfahrungspunkten. Sie wurden kommentarlos ans Ende des PDFs gehängt und tauchen weder im Inhaltsverzeichnis, noch in den PDF Bookmarks auf. Wanda Weltschmertz, Werner Murrmann und Co. sollten einigen vielleicht noch aus den früheren Ausgaben des Inneren Feinds bekannt sein.

Außerdem empfehle ich natürlich gerne meine WFRP4 Anfängercharaktere aus dem Anhang vom "Oldenhaller-Vertrag".

Und auch in den zukünftigen Abenteuern, die ich hier veröffentlichen will, werde ich immer mal wieder Anfängercharaktere hinzufügen, das macht mir einfach Spaß.

Wenn Ihr Tipps braucht, wie man einen Charakter erstellt, schaut hier.
Wenn Ihr Tipps braucht, wie man einen Charakter weiterentwickelt, schaut hier.